Das Projekt

HalloFoto! ist ein interkulturelles Fotoprojekt für Mädchen aus Flüchtlingsfamilien und deutschsprachigen Mädchen (mit und ohne Migrationshintergrund) und ist aus einer Initiative der Sprachwissenschaftlerin Dr. Lidia Cámara de la Fuente und dem Fotografen Peter Lindemann entstanden.

Die Mädchen - 50% aus Flüchtlingsfamilien, 50% deutschsprachige Mädchen - verbringen einen mehrteiligen Workshop miteinander in dem u. a. unter professioneller Anleitung Portraitfotografien entstehen, die öffentlich im urbanen Raum ausgestellt werden sollen.

Der erste Workshop fand zwischen November 2015 und Februar 2016 mit 22 Teilnehmerinnen aus 10 Nationen statt. Die entstandenen Fotos werden ab Juni in Zusammenarbeit mit den Kölner Verkehrbetrieben großformatig und mobil im urbanen Raum ausgestellt - inspiriert vom globalen Fotoprojekt InsideOut.

Dr. Lidia Cámara de la Fuente
Projektleitung & sprachwissenschaftliche Begleitung

des Projektes HalloFoto! in Köln

 

 

Tätigkeitsbericht Peace Train Berlin e.V. 2015


Zuerst geht ein Dankeschön an alle Freunde und Mitglieder, die uns bei dieser Arbeit unterstützt haben!

Seit unserer Gründung sind wir in verschiedenen Flüchtlingsnotunterkünften tätig und betreuen dort die Kinder mit kleinen Kunstprojekten.
In Kooperation mit der Berliner Stadtmission haben wir im April 2015 in der Flüchtlingsnotunterkunft “Am Poststadion“, in der Kruppstraße eine Malgruppe für Kinder und Jugendliche gegründet und waren dort 2-3x wöchentlich ehrenamtlich tätig, je nach Bedarf auch für den Deutschunterricht für junge Erwachsene zuständig.
Unsere Arbeit wurde dort vom ZDF und von ARTE dokumentiert.
Wir organisierten in der NUK für die Bewohner ein klassisches Konzert, welches mehrere Künstler ehrenamtlich gaben. Das musikalische Programm für das Sommerfest wurde ebenfalls von uns organisiert.

Wir nahmen mit Informationsständen an mehreren öffentlichen Veranstaltungen teil, wie z.B. am Maifest in Kreuzberg oder an der Kiezwoche im Rathaus Kreuzberg, um auf unsere Arbeit aufmerksam zu machen und neue Mitglieder zu akquirieren.
Wir trafen uns mit Politikern verschiedener Fraktionen und leisteten viel Öffentlichkeitsarbeit.
Seit März 2015 haben wir eine Webseite, unter 
www.peace-train-berlin.de

Ab September 2015 gingen wir mit der Charlotte-Salomon Grundschule und der Adolf Glaßbrenner Grundschule, in Kreuzberg, in Kooperation und leisteten für viele Schulklassen altersgerechte Aufklärungsarbeit über die Flüchtlingssituation in unserer Stadt. 
Mehrmals haben wir mit den SchülerInnen die Kinder in der Notunterkunft in Moabit besucht, um so ein erstes Kennenlernen und ein Austausch der Kinder zu ernöglichen.

Im Oktober wurde in der Mertenstraße in Spandau eine neue NUK der Berliner Stadtmission errichtet und wir gründeten auch dort eine Malgruppe für Kinder.

Im November nahmen wir Kontakt mit Willkommensklassen auf und stellten mehrfach unsere Arbeit und Probestunden in der Ferdinand Freiligrath Schule in Kreuzberg vor und begannen eine kunstinteressierte Gruppe der WillkommensschülerInnen ins Leben zu rufen.

Anfang November 2015 wurde aus der Turnhalle der Hector Peterson Schule in Kreuzberg, am Tempelhofer Ufer, eine NUK für Flüchtlinge eingerichtet.
Wir waren vom ersten Tag aktiv mit Dolmetscherarbeiten für die Familien, Ärzte und Mitarbeiter tätig, zum Teil 5-6x wöchentlich.

Ab Mitte November gaben wir für die jugendlichen Bewohner dieser Unterkunft 2x wöchentlich Deutschunterricht.
Im Dezember 2015 organisierten wir eine Weihnachts - Benefizausstellung.

Abschließend möchten wir erwähnen, dass wir alle unsere Aktivitäten ehrenamtlich, selbst ohne Aufwandsentschädigung, durchgeführt haben.

 

Unser Team besteht hauptsächlich aus Künstlern und Musikern.

Viele von uns sind nebenbei seit Jahren in sozialen Bereichen tätig oder arbeiten als Kunstpädagogen.

Die Schwerpunkte unserer künstlerischen Arbeit liegen in der Malerei, in der Textilgestaltung, im Ausstellungsdesign, im Musik- und im Theaterbereich.

Wir haben umfangreiche Kenntnisse in den verschiedensten handwerklichen und künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten.

Ebenso werden wir von  einem Performancekünstler, einer Opernsängerin und einer erfahrenen Diplompsychologin unterstützt.

 

Unser Sprachrohr ist die Kunst und fehlende Sprachkenntnisse verlangen nach anderen Ausdrucksformen. Linguistisch frei kann all das dargestellt werden, was die Seele und den Geist belastet. Kunst als Ausdrucksform bietet Alternativen um Erlebtes zu verarbeiten.

 

Wir möchten die Kinder und Jugendlichen in verschiedenen Kunstwerkstätten mit altersentsprechenden Angeboten und unter fachgerechter Anleitung beschäftigen.

 

Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, durch unsere kreativen Angebote und Workshops, spielerisch zu sich selbst zu finden, Traumen zu verarbeiten, ihre verlorene Kindheit nachzuholen, sowie individuelle Begabungen zu entdecken und ausleben zu können.

 

 

Unsere Projekte

Refugium

Das Projekt "Refugium" ist ein Zufluchtsort für Flüchtlinge in Berlin-Kreuzberg und wurde von der Initiative "Peace-Train-Berlin e.V. ins Leben gerufen.
Nach mehr als 1 Jahr ehrenamtlicher Arbeit in verschiedenen Berliner Notunterkünften müssen wir bedauerlicher Weise feststellen, dass die  Euphorie unserer Willkommenskultur sichtlich nachgelassen hat. 
Unsere Gäste mit ihren so individuellen Schwierigkeiten und Problemen müssen seit Monaten in Massenunterkünften ausharren und sich allein und ohne sichtbare Perspektive, durch unseren Behördendschungel kämpfen. Sie sind untätig zum Warten verpflichtet und damit wächst deren Unmut und Verzweiflung.
Ein besonders großes Anliegen für uns  ist, dass sie hier in Kreuzberg keinen Anhaltspunkt, keine Ansprechpartner und keine Beratung für ihre schwierigen Situationen haben. 
Viele sind schwer traumatisiert, alle fühlen sich fremd in Deutschland und es ist nicht einfach für sie, sich im Alltag zurecht zu finden. Darüber hinaus scheuen bzw schämen sich viele Flüchtlinge Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Teil von den Bürgerkriegsflüchtlingen war in ihren Heimatländern durchaus wohlhabend und es ist für sie kaum zu ertragen, mit diesem sozialen Abstieg zu leben und ohne Privatsphäre tatenlos in monatelangem Warten zu verweilen.
In der Erstaufnahmeeinrichtung erhält ein erwachsener alleinstehender Flüchtling lediglich 143 Euro zur Deckung persönlicher Bedürfnisse – das sogenannte Taschengeld. Das sind weniger als 5 € täglich. 
Die Gäste äußern sich seit Monaten, dass das Essen sehr wenig ist. Teilweise können Sie Ihrer Körperhygiene nicht nachgehen und Ihre Kleidung nicht waschen.
Viele verlassen die Unterkünfte kaum noch und warten auf ihren nächsten Termin beim LaGeSo. 
Natürlich macht Sie diese desolate Situation aggressiv aufeinander und es gibt regelmäßig Auseinandersetzungen.

In unserer unmittelbaren Nachbarschaft sind ca 500 Flüchtlinge verschiedenster Nationalitäten ( alleinstehende Männer und Jugendliche, Frauen, Kinder und Familien) auf engstem Raum untergebracht.
Wir sind daher der festen Überzeugung, dass wir unsere Gäste hier in Kreuzberg dringend  auffangen und beraten müssen.
Wir benötigen möglichst schnell einen Ort bzw Räumlichkeiten, wo wir die Geflüchteten in unserem Bezirk unkompliziert beraten und auffangen, wo gegenseitiger Austausch und neue soziale Kontakte stattfinden können. Das heisst wir möchten einen Ort der Begegnung schaffen, als Brücke zwischen Ankunft und Integration in unserer Stadt, in unserem Bildungssystem und unserer Gesellschaft,  wo sich jeder der Gäste mit seinen individuellen Fähigkeiten einbringen und somit das Projekt mitgestalten kann.

Unsere Angebote sollen für Flüchtlinge kostenlos sein und hauptsächlich ehrenamtlich betreut werden.

Erlebtes verarbeiten und auf Kommendes vorbereiten

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